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Spätmittelaterlicher Fachwerkständerbau

Das Objekt "Markt 16" in Jena ist ein spätmittelalterlicher Ständergeschossbau, der erst im Jahr 1994 durch dendrochronologische Untersuchungen als solcher identifiziert worden ist.

Das Gebäude besteht aus zwei Häusern - das zum Markt orientierte, vermutlich ehemalige Kontorhaus aus dem Jahr 1384 und das angebaute Wohnhaus Richtung Osten, welches aus dem Jahr 1435 stammt.

Das Wohnhaus weist ein massives Erdgeschoss aus Naturstein aus, welches mit einem zweigeschossigen Ständergeschossbau und einer Bohlenstube im 1. Obergeschoss mit ca. 29 m2 Grundfläche überbaut wurde. Zahlreiche Befunde sicherten eine fast vollständige modellhafte Rekonstruktion des baulichen Bestandes um 1435.

Im Rahmen des Modellvorhabens der Stadt Jena wurde eine denkmalgerechte und aufwendige statische Sicherung und Rohbauinstandsetzung durchgeführt, für deren vorbildhafte Ausführung der Thüringer Denkmalschutzpreis 2003 verliehen wurde. Seitdem konnte das Gebäude lediglich in den Sommermonaten von kleinen Besuchergruppen besichtigt werden.

Die Stadt Jena hatte das Gebäude Markt 16 erworben, um das Denkmal für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Um eine öffentliche Nutzung gemäß Thüringer Bauordnung zu ermöglichen, erwarb die Stadt Jena weiterhin das angrenzende Grundstück Oberlauengasse 3.

Nur so kann der Brandschutz in diesem Gebäude realisiert werden (erster und zweiter baulicher Rettungsweg), ohne die Substanz wesentlich anzutasten bzw. zu verändern. Ebenso konnte so erreicht werden, dass sämtliche Sanitäreinbauten im Gebäude der Oberlauengasse 3 und nicht im historischen Gebäude Markt 16 eingeplant wurden.

Die von uns durchgeführte Sanierung wurde im Rahmen des "architektourpreis 2009" mit einer Anerkennung der Architektenkammer Thüringen ausgezeichnet.

 

Innenarchitektur:     Jutta Kehr, Erfurt  /   www.architektur-kehr.de

 


Erweiterung des Planetarium in Jena

Einzeldenkmal erbaut 1924 von den Architekten Schreiter & Schlag BDA als erstes Planetarium in Deutschland. Erweiterung 2004 mit Foyer und dem "Café Bauersfeld"